Auf ein Wort – „Pantha rei…alles fließt!“

Claudia Rössling-Marenbach

Ein Wort, das wohl auf den griechischen PhilosophenHeraklit aus dem 6. Jahrhundert vorChristus zurückzuführen ist und das uns vorAugen hält, dass alles, was lebt, ständig inBewegung ist, dass sich alles verändert undalles immer wieder erneuert. Jede und jedervon uns wird in seinem persönlichen Lebengenau das feststellen können und Gelegenheiten benennen können,in denen das tatsächlich wurde: Alles fließt: Menschen müssen sichverabschieden von anderen Menschen, die sie liebten und die ihrLebensumfeld verlassen. Arbeitsstellen gehen verloren und man musssich neu orientieren, Kinder gehen zum ersten Mal in die Schule oderin den Kindergarten und damit ihre ersten Schritte in die Selbstständigkeit.Menschen müssen wegen Krieg und Terror ihre Heimat verlassenund sich ein neues Zuhause suchen – auf Zeit oder für immer.Wir werden älter -manchmal einsamer- und stellen fest, dass der „Zahnder Zeit“ auch an uns nagt…. Alles fließt. Am Ende eines Jahres und im Übergang zum neuen Jahr werden einem beim Rückblick geradesolche Veränderungen immer ganz bewusst und sie bewegen uns.Das kann Angst machen, weil es immer auch Veränderung für unspersönlich bedeutet, und Veränderungen bringen immer erst einmal Unsicherheiten mit sich. Letztlich aber ist unser Leben – das glaubenund hoffen wir als Christinnen und Christen zutiefst – immer undüberall geborgen in Gottes guter Hand. Biblische Texte und Glaubenszeugnissedes Gesangbuchs sprechen darüber. Sie werden in diesemGemeindebrief immer wieder einmal ein solches mutmachendes Wortirgendwo auf einer Seite finden. Ein erstes soll über unserem Jahresabschlussund dem Beginn des neuen Jahres stehen: Jesus Christus spricht: Siehe ich bin bei Euch alle Zeit bis an der Welt Ende (Matthäus28,20)Möge Gott diese Gewissheit in Ihnen stark machen, dass Gott auf allIhren Wegen bei Ihnen ist – auch wenn sie Veränderung bedeuten.Gott segne Ihr neues Jahr!

Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche:
Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen
Händen.
(Psalm 31,14+15)

Herzliche Grüße,

Ihre Claudia Rössling-Marenbach