Posaunenchor gab sein erstes Konzert als Neujahrskonzert in der Dörrebacher Kirche

Posaunenchor
Evangelische Posaunenchöre sind etwas ganz Besonderes: In keiner anderen Gruppe der Gemeinde kommen Menschen so unterschiedlichen Alters und Geschlechts zusammen – von den Kindern bis zu den Rentnern, und sogar die „Mittelalten“ sind dabei.
Seit Herbst 2013 erschallen an mehreren Tagen in der Woche Blechbläserklänge innerhalb der uralten Mauern des Alten Pfarrhauses. Hier üben die Anfänger – die Jungbläser – mit Herrn Hombach, um das Handwerk des Spielens auf der Trompete, dem Flügelhorn, dem Tenorhorn, der Posaune oder auch der Tuba zu erlernen. Der Berufsmusiker – selbst seit 45 Jahren Blechbläser – übt mit ihnen auch das Notenlesen, die Griffweisen der Ventile und den Rhythmus ein. Am Freitagnachmittag trifft sich dann der gesamte Posaunenchor zur gemeinsamen Probe. Bereits nach wenigen Wochen eifrigen Übens während der Anfangszeit konnten an Weihnachten 2013 sechs Bläser die Gemeinde bei dem Lied „O du fröhliche, o du selige“ begleiten.
Von da an hat auch unsere Kirchengemeinde etwas ganz Besonderes: Eben den Evangelischen Posaunenchor Seibersbach. Von nun an beschäftigten sich immer mehr Junge und Junggebliebene mit dem Umgang eines Blechblasinstrumentes. Mittlerweile sind 22 Menschen aktiv dabei. Der junge Posaunenchor hat bis heute in ca. 20 Gottesdiensten mitgewirkt.
Am 4. Januar gab er nun sein erstes Konzert im Rahmen der Musikreihe „Musik am Montag um 7 nach 7“ als Neujahrskonzert unter dem Motto: „Feuerwerk für Blech und Orgel“ in der Dörrebacher Kirche. Zuvor trafen sich die Bläser am Samstag, dem 2. Januar für die letzten Konzertvorbereitungen zu einem Probentag im Alten Pfarrhaus. Nach zweistündiger Probenarbeit stärkte Pfarrerin Rössling-Marenbach den Bläserchor nicht nur mit einem von ihr eigens zubereiteten Mittagessen sondern hielt auch eine fröhliche Auslegung zur Jahreslosung 2016 aus Jesaja 66,13: „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Nachdem die Bläser den köstlichen Nachtisch von Andrea Schweigert verspeist hatten, setzten sie ihre Probe in der Dörrebacher Kirche fort, an der auch der Gasttrompeter, Solist Rupert Hofmann aus Bad Kreuznach, teilnahm.
Beim Konzert eröffnete der Posaunenchor mit einer festlichen Intrade das von Hombach moderierte Neujahrskonzert in der voll besetzten Kirche. Mächtige und festliche Bläserstücke erklangen zum Lobe Gottes in der hervorragenden Akustik der Kirche und erfreuten das Publikum genauso wie die ruhigen Stücke. Solotrompeter Rupert Hofmann glänzte immer wieder mit seinem Spiel auf der Piccolotrompete und harmonierte wunderbar zusammen mit dem Posaunenchor. Ebenso brillierte er bei zwei Solokonzerten für Trompete und Orgel, die in gewohnt souveräner Weise von Michael Hombach an der historischen Oberlinger – Orgel begleitet wurden. Stehende Ovationen und viele anerkennende Worte wurden seitens der Konzertbesucher den Bläsern des Posaunenchors, seinem Gründer und Leiter Michael Hombach sowie Rupert Hofmann für dieses schöne Konzert gezollt. Nach dem Konzert reichten die Damen der örtlichen Frauenhilfe um Edelgard Daum den Musikerinnen und Musikern sowie den Konzertgästen Glühwein und Punsch. Möge dieses ganz Besondere der Gemeinde – der Evangelische Posaunenchor Seibersbach – lange erhalten bleiben.