Auf ein Wort – Konfirmation …und was davon bleibt

Claudia Rössling-Marenbach
Der Gemeindebrief im Sommer ist immer eine Art Bindeglied zwischen der Konfirmation im Frühjahr und der Jubiläumskonfirmation im Herbst. Heute, Ende April 2016, nachdem wir bereits eine Gruppe konfirmiert haben und die zweite Gruppe am Sonntag ihr großes Fest feiern wird, frage ich mich: Was bleibt?
Was bleibt vom Fest? Was bleibt von 1 ½ Jahren Konfi-Unterricht? Was bleibt vom Konfirmanden-Seminar? Was bleibt aus den Gottesdiensten hängen?
Selbstkritisch muss ich feststellen: Neue Gottesdienstbesucher/-innen erwachsen aus den Konfigruppen eher selten…. Was ich persönlich naturgemäß sehr schade finde. Bleibt ein gutes Gefühl für Kirche und Gemeinde? Das hoffe und denke ich schon und dafür bete ich aufrichtig. In Gesprächen mit vielen Jubilaren am Tag der Jubiläumskonfirmation nach 25, 40, 50 oder mehr Jahren wird immer wieder deutlich: Es sind selten die theologischen Inhalte, die vermittelt werden sollen, die in Erinnerung bleiben. Was wirklich bleibt ist ein gutes – oder eben abgeschrecktes Gefühl für Kirche. Ernstgenommen werden oder Ohrfeigen…. (Letztere heute ja Gott sei Dank nicht mehr!!!) Ich denke, wir alle, die wir in Gemeinde leben – und damit eben nicht nur diejenigen, die in der Konfi- und Jugendarbeit der Gemeinde tätig sind, gestalten glaubhaft Gemeinde mit. Wenn man uns allen gemeinsam abspürt, dass es guttut, mit Gott unterwegs zu sein und die Gemeinschaft der Christinnen und Christen zu spüren, dann wird das vielleicht auch – auf Generationen gesehen – wieder neu Kirche bauen. Vielleicht treffen wir uns dann in 25 Jahren wieder und plaudern doch über den einen oder anderen Inhalt, der uns von damals hängen geblieben ist…

Herzliche Grüße,

Ihre Claudia Rössling-Marenbach