Großartiges Konzerterlebnis – 100mal Musik am Montag um 7 nach 7

100 Konzerte der Musik am Montag um 7 nach 7. Für dieses ganz besondere Klangerlebnis, bei dem vier der fünf Chöre der Gemeinde mitwirkten, war die Evangelische Kirche in Seibersbach zu klein. Und so wählte Kirchenmusiker Michael Hombach, der die Gesamtleitung des Konzerts innehatte die katholische Kirche in Seibersbach als adäquate Alternative. Die gute Akustik des komplett voll besetzten  katholischen Gotteshauses unterstrich die souveräne Leistung der vier Chöre sowie der Solisten, die dieses Konzert gestalteten.

Feierlich eröffnete der erst fünf Jahre junge Posaunenchor das Konzert mit einer Bläserintrade. Daran anschließend sorgte der Kirchenchor Jubilate mit seinem ersten Lied „Das Lob soll laut erschallen“, besser bekannt als „Eurovisionsmelodie“ von Marc-Antoine Charpentier direkt für begeisterten Applaus. Wie schon häufig in den Konzerten der Musik am Montag, wirkte der Solotrompeter Rupert Hofmann auch bei diesem Stück mit und setze mit seinem strahlenden Spiel wunderbare Akzente.

Abwechslungsreich sangen und spielten nun der Posaunenchor, der Jugendchor, der Frauenchor, das Vokalensemble 4 plus 1 als jüngstes Projekt des engagierten Chorleiters sowie die Solisten Judith Biegner, Peter Günther und Rupert Hofmann ein Konzert, das wohl keine Wünsche offenließ. Klassische Stücke wechselten mit modernen Liedern wie „The Rose“ oder „You raise me up“ (Jugendchor). Gerne sang die Gemeinde auch den Halleluja-Kanon, Tochter Zion und nun danket alle Gott mit, was in der Wucht der vielen Stimmen für Gänsehaut sorgte.

Die sieben Männer des Vokalensembles bewältigten sowohl extremes Piano, als auch die vollmundigen Stellen in den Liedern „Im Dorf da geht die Glocke schon“, oder im Kyrie eleison von Andy Beck souverän. Beide Stücke wurden von der Flötistin Judith Biegner begleitet, die dann wiederum mit Gitarrist Peter Günther das „Ständchen“ von Franz Schubert darboten.

Dass der Kirchenchor Jubilate schon seit zwanzig Jahren stets sein Repertoire erweiterte und seine Leistung immer noch zu steigern vermag bewies er mit den Liedern „Ich will den Namen Gottes loben“ von Johann Sebastian Bach, bei dem auch das Vokalensemble mitwirkte und „Gloria“ von Antonio Vivaldi.

Rupert Hofmann brachte auf seinen verschiedenen Trompeten dann noch Variationen zu europäischen Weihnachtsliedern zu Gehör. Er wurde dabei von Michael Hombach begleitet, der eine wahre Meisterleistung vollbrachte: Organisator, Dirigent aller Chöre, Klavier, Orgel, Horn… Er vermochte es einzigartig alles zu einem gelingenden Gesamterlebnis zu verbinden.

Pfarrerin Rössling-Marenbach bedankte sich nach langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen mit herzlichen Worten bei allen Mitwirkenden und dem treuen Publikum. Die Konzerte mit regionalen finden stets ohne Eintritt statt und finanzieren sich seit nunmehr zehn Jahren einzig aus den Spenden der Zuhörer/-innen. Diese hatten im Anschluss an das Konzert die Gelegenheit, bei einem Brezeln und einem Glas Sekt den stimmungsvollen Abend ausklingen zu lassen und die Mitwirkenden freuten sich über das vielfältige Lob, das ihnen zuteil wurde.