Schöneberg

Katholische Kirche in Schöneberg

Katholische Kirche


Geschichte:
[…]Die alte Kirche stand auf dem jetzigen Friedhof und wurde im Jahre 1895 abgerissen. Sie war nach dem Wappen über dem Türsturz im Jahre 1568 von dem Amtmann zu Stromberg Hans Valentin von Schonenberg erbaut oder erneuert worden. „Es war ein einfacher Saalbau mit dreiseitigem Schluß und mehrfach eingezogenem Dachreiter mit welscher Haube aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Auf der Nordseite
schloß sich eine kreuzgewölbte Sakristei an.“ Das Gotteshaus war später Schloßkapelle der Grafen von Ingelheim und diente dann als Pfarrkirche. Etwa um diese Zeit wurde der neue Friedhof um die Kirche angelegt. Der einfache barocke Altar aus dem 17. Jahrhundert war von Franz Adolf Diether, Freiherr von Ingelheim gestiftet worden.
Erwähnenswert ist, daß Schöneberg nicht immer katholisch war. Hans Valentin von Schonenberg berief 1568 mit Balthasar Ringhausen einen evangelischen Pfarrer nach Schöneberg. Bis zum Jahre 1622 scheint Schöneberg eine evangelische Pfarrei gewesen zu sein.
In den folgenden Jahren, mit dem Aussterben der Herren von Schonenberg, wurde das Lehen im Jahre 1632 der katholischen Linie der Grafen von Schönburg zu Wesel übertragen und blieb in Zukunft katholisch.
Die Schulchronik enthält einen detaillierten Bericht über den Bau der neuen Pfarrkirche Kreuzauffindung“ aus dem Jahre 1896: „Eine Zierde des Dorfes ist die in romanischem Stile erbaute neue Pfarrkirche. Sie
wurde von 1891 bis 1893 unter dem Pfarrer Heinrich Schmitz erbaut. Bei der geringen Leistungsfähigkeit der Pfarrei Schöneberg wurde der weitaus größte Teil der Bausumme durch milde Gaben von auswärts aufgebracht.
Ein Neubau war dringend notwendig, da die alte Kirche sehr reparaturbedürftig war und auch die Gläubigen nicht alle faßte. Man ist eben daran, [die alte Kirche] niederzulegen. Zu der nunmehrigen Pfarrkirche wurde im Oktober 1891 der erste Fundamentstein und am 24. April (Ostermontag) 1892 unter großer Beteiligung der Grundstein gelegt.
Die Kirche wurde nach dem Plan der Architekten Rüdell und Odenthal aus Köln von dem Maurermeister Bernhard Schott aus Bretzenheim erbaut. Bereits am 2. Oktober 1892 konnte der Hahn auf den 27 m hohen Turm aufgesetzt werden. Die Einsegnung der Kirche wurde am 3. Mai 1893 vorgenommen […].“
Die Weihe fand im Juni 1896 statt.
Die Kirche in Schöneberg ist eine der ganz wenigen Kirchen im Kirchenkreis, die heute noch als Simultankirche genutzt wird.

Quelle: Privat-Archiv Peter Diether, Schöneberg
Bildquelle: Rainer Kemp

 

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